SETI steht für die Suche nach außerirdischer Intelligenz. Es handelt sich um eine gewaltige wissenschaftliche Anstrengung, die auf riesigen Radioteleskopen beruht. Diese Schüsseln wirken wie Satellitenantennen und scannen den Himmel nach Funksignalen. Das Ziel ist einfach, aber entmutigend. Wissenschaftler hoffen, Radiowellen anderer Zivilisationen aufzufangen. Oder vielleicht hoffen sie, ein gezielt auf die Erde gerichtetes Leuchtfeuer zu entdecken.

Die Logik hinter dieser Suche beruht auf drei unsicheren Annahmen. Erstens gehen wir davon aus, dass es anderswo intelligentes Leben gibt. Die Milchstraße hat Milliarden von Sonnen. Das Universum hat Milliarden von Galaxien. Wenn das Leben hier beginnen kann, sollte es überall beginnen. Zweitens gehen wir davon aus, dass Zivilisationen Radiowellen aussenden. Der Mensch hat dies schon früh getan. Wir senden AM- und FM-Radio. Wir haben Fernsehsignale gesendet. Sogar Radar- und Satellitenkommunikation gelangen in den Weltraum. Beim Öffnen eines Garagentors entweicht ein winziger Funkstoß ins Leere. Drittens gehen wir davon aus, dass klügere Wesen versuchen könnten, Kontakt zu uns aufzunehmen. Auch Menschen haben Nachrichten gesendet. Carl Sagans Buch Murmurs of Earth beschreibt diese Bemühungen detailliert. Wir haben Radiosendungen gesendet. Wir haben Schallplatten an Satelliten angeschlossen.

Wenn diese Annahmen falsch sind, ist SETI Zeitverschwendung. Wenn sie Recht haben, ist eine Entdeckung unvermeidlich. Das Problem ist die Größe. Sie müssen jede Frequenz gleichzeitig hören. TV, Radar, Satellit, Garagenöffner. Ein einzelner Computer kann diese Last nicht bewältigen. Es muss Rauschen aus Intelligenz herausfiltern. Das erfordert enorme Rechenleistung.

SETI@home hat dieses Problem mit einem Hack gelöst. Es nutzt Ihre ungenutzte Computerzeit. Die meisten Bildschirmschoner tun nichts. Sie verbrauchen Strom, erfüllen aber keine Aufgaben. SETI@home ändert das. Die Software wird als Bildschirmschoner installiert. Wenn Ihr PC inaktiv ist, werden weder Fische noch fliegende Toaster angezeigt. Es verarbeitet Daten. Es lädt eine „Arbeitseinheit“ von Funksignalen herunter. Es läuft die Mathematik. Es sendet die Ergebnisse zurück. Dann schnappt es sich die nächste Charge.

Die Zahlen sind verrückt. Eine Antenne zeichnet täglich 35 Gigabyte auf. Die Software zerlegt dies in 140.000 Arbeitseinheiten. Ein durchschnittlicher Heim-PC benötigt 30 Stunden, um eine Einheit zu verarbeiten. Um die Daten eines Tages zu löschen, benötigt man 4,2 Millionen Stunden Rechenzeit. Der Kauf dieser Hardware ist zu teuer. Das Spenden von Leerlaufrädern ist kostenlos.

Um an der Suche teilzunehmen, sind drei Schritte erforderlich. Laden Sie zunächst die SETI@home-Software herunter. Die Datei ist klein, etwa 800 Kilobyte. Es wird schnell heruntergeladen. Zweitens installieren Sie es. Der Vorgang dauert etwa 30 Sekunden. Für IT-Tools ist es ungewöhnlich einfach. Drittens treten Sie der HowStuffWorks-Gruppe bei. Besuchen Sie die Team-Anzeigeseite und geben Sie die Gruppen-ID ein. Ihr Computer beginnt zu schleifen. Sie können in Echtzeit zusehen, wie es funktioniert.

Warum verteiltes Rechnen für die Wissenschaft wichtig ist

Die Kerninnovation ist hier nicht die Wissenschaft. Es ist die Infrastruktur. SETI@home war Pionier der verteilten Datenverarbeitung für den zivilen Einsatz. Es verwandelte Millionen von Personalcomputern in einen einzigen Supercomputer. Dieses Modell ermöglicht es Forschern, Probleme anzugehen, die mehr Energie erfordern, als eine einzelne Institution kaufen kann.

Die technische Herausforderung liegt in der Signalverarbeitung. Radioteleskope erfassen Hintergrundgeräusche. Auch Sterne senden Radiowellen aus. Galaxien tun es. Um ein natürliches Signal von einer Technosignatur zu unterscheiden, sind komplexe Algorithmen erforderlich. Der Computer überprüft jede Frequenz auf Muster. Muster, die auf Modulation oder Intelligenz schließen lassen. Die Arbeitseinheiten isolieren kleine Datenabschnitte. Jedes Slice ist unabhängig. Dies erleichtert die parallele Verarbeitung. Ihr PC arbeitet isoliert. Es ist nicht erforderlich, mit anderen PCs zu kommunizieren. Es sendet nur die endgültige Antwort an den Server.

So optimieren Sie Ihren Beitrag

Wenn Sie die Software ausführen möchten, sind die Einstellungen wichtig. Die Standardkonfiguration sorgt für ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Leistung und Benutzerfreundlichkeit. Die Verarbeitung wird angehalten, wenn Sie zu einem anderen Programm wechseln. Dies verhindert Verzögerungen beim Arbeiten oder Spielen. Sie können diese Optionen jedoch anpassen. Einige Benutzer legen Wert auf Geschwindigkeit. Sie halten den Bildschirmschoner auch bei Verwendung der Maus aktiv. Dadurch werden Arbeitseinheiten schneller erledigt. Andere legen Wert auf die Akkulaufzeit. Sie beschränken die Verarbeitung auf den Zustand, in dem sie angeschlossen sind.

Die Daten selbst stammen von echten Teleskopen. Projekte wie das Allen Telescope Array speisen den Strom. Sie scannen bestimmte Bänder des Funkspektrums. Diese Bänder sind weniger laut. Sie enthalten eher künstliche Signale. Die Software filtert Störungen heraus. Es sucht nach schmalbandigen Signalen. Natürliche Quellen sind normalerweise Breitbandquellen. Künstliche sind konzentriert. Diese Unterscheidung trägt dazu bei, Fehlalarme zu reduzieren.

Die Zukunft der Citizen Science

SETI@home hat bewiesen, dass normale Menschen zu bedeutender Forschung beitragen können. Es entstanden ähnliche Projekte. Klimamodellierung. Proteinfaltung. Arzneimittelentdeckung. Alle verwenden das gleiche verteilte Modell. Die ursprünglichen SETI-Bemühungen werden fortgesetzt, obwohl sich die Software weiterentwickelt hat. Die aktuelle Version läuft als Hintergrunddienst. Es ist nicht mehr nur ein Bildschirmschoner. Es lässt sich besser in moderne Betriebssysteme integrieren.

Die Suche nach außerirdischer Intelligenz bleibt spekulativ. Wir haben noch kein Signal gefunden. Die Stille ist ohrenbetäubend. Aber die Infrastruktur ist bereit. Millionen Computer stehen Wache. Sie hören auf das Rauschen. Sie warten auf ein Muster, das nicht dazugehört. Wenn es dazu kommt, wird es wahrscheinlich subtil sein. Eine Spitze im Lärm. Ein Rhythmus im Chaos. Möglicherweise ist Ihre CPU im Leerlauf die erste, die es sieht.