Gute Nachrichten für Amazon. Wieder.
Snowflake hat gerade einen Fünfjahresvertrag über 6 Milliarden US-Dollar mit AWS unterzeichnet. Die Ankündigung wurde am Mittwoch laut und deutlich veröffentlicht. Es ist riesig. Riesig.
Seit 2012 hat Snowflake über den AWS Marketplace Services im Wert von 7 Milliarden US-Dollar abgewickelt. Dieser einzelne Vertrag kommt gefährlich nahe an alles heran, was der Cloud-Datenriese jemals zusammen mit diesem Kanal verdient hat.
Warum die Spitze? Die Ausgaben für KI explodieren. Laut Snowflake werden sich die Kundenausgaben für AWS allein im Jahr 2025 auf 2 Milliarden US-Dollar verdoppeln.
Es dreht sich alles um die neuen KI-Funktionen. Cortex AI, ein Tool, das Snowflake seit Jahren vorantreibt, wandelt Rohdaten in Konversationsabfragen um. Sie stellen ihm eine Frage in einfachem Englisch, er verarbeitet die Datenbank und spuckt eine Zusammenfassung aus. Es macht Sinn. Dort leben Unternehmensdaten.
Aber hier ist die Wendung. Snowflake ist nicht nur Kaufkraft. Sie kaufen Graviton -Chips.
Amazons selbst entwickelte ARM-basierte Prozessoren.
Früher ging es bei der KI nur um GPUs zum Trainieren von Modellen. Jetzt geht es in Richtung Automatisierung. Agenten. Täglicher Gebrauch. Diese Aufgaben verbrauchen CPUs. Die Nutzung nimmt rasant zu, insbesondere für die Agenten, die sich hinter den Kulissen um die Arbeit kümmern.
Andy Jassy, CEO von Amazon, äußerte sich lautstark. Letzten Monat behauptete er, dass die Chips von Amazon ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis bieten als die von Nvidia. AWS betreibt natürlich immer noch Nvidia-Hardware. Jeder tut es. Die meisten KI-Apps sind für das grüne Team konzipiert. Die Nachfrage ist unersättlich.
Trotzdem. Kosten sind wichtig. Amazon gibt Ersparnisse an Kunden weiter. Billige Chips bedeuten große Verträge.
Erinnern Sie sich, als Meta den 10-Milliarden-Dollar-Vertrag mit Google unterzeichnete? Dann schlich sich AWS ein. Unterzeichnete einen Vertrag, um Millionen von Graviton-Chips in die KI-Operationen von Meta zu pumpen. Ein direkter Schlag auf die Dominanz von Google.
Jetzt schließt sich Snowflake der Liste an.
Diese Bewegungen sind Signale. An wen?
Nvidia.
Die Cloud-Giganten mieten nicht mehr nur Infrastruktur. Sie bauen wettbewerbsfähige Alternativen zum Nvidia-Monopol. Microsoft hat im Januar Maia-Chips auf den Markt gebracht. Google macht das schon seit Jahren.
Jensen Huang sagt, er sei bereit, sich zu wehren.
Letzte Woche bezeichnete der Nvidia-Chef seinen neuen Vera-Chip als Eintritt in einen „brandneuen“ 200-Milliarden-Dollar-Markt. Er sagte, er habe bereits 20 Milliarden Dollar davon verkauft. Nach einem weiteren Rekordquartal sieht er zufrieden aus.
Er wird seinen Anteil nicht so einfach aufgeben. Niemand isst Nvidia zum Frühstück leichtfertig.
Aber schauen Sie sich die Zahlen an. AWS schließt Geschäfte im sechsstelligen, neunstelligen und zehnstelligen Bereich ab, indem es auf sein eigenes Silizium setzt. Die KI-Welle bringt nicht nur die Chiphersteller in Schwung. Es stärkt auch die Cloud-Anbieter.
Der Rasen verschiebt sich. Langsam, aber es passiert.
