Personalcomputer haben alles verändert. Vor den 1970er Jahren erfolgte der Druck auf riesigen Großrechnern in speziellen Einrichtungen. Als PCs in Bürokabinen und Wohnzimmern landeten, brachten sie ein neues Problem mit sich: Wie bringt man eigentlich Worte aufs Papier? Die Antwort war eine chaotische Mischung aus klappernder Hardware und langsamer technologischer Verfeinerung.

Warum das goldene Zeitalter des Druckens mit PC-Lärm begann

Die Anfangszeit war nicht schön. Die meisten Heim- und Büro-PCs sind mit Impact-Druckern gekoppelt, insbesondere mit Punktmatrix- und Daisy-Wheel-Modellen, die beide in den frühen 1970er Jahren eingeführt wurden. Nadeldrucker hämmerten winzige Stifte in ein Farbband, um auf das Papier zu treffen. Daisy-Wheel-Drucker machten dasselbe mit einem rotierenden Rad aus vorgeformtem Metalltyp. Sie waren laut, mechanisch und langsam, aber sie funktionierten.

Dann, Mitte der 1980er Jahre, kamen fast gleichzeitig zwei neue Technologien auf den Markt und veränderten die Spielregeln: Verbraucher-Tintenstrahl- und Laserdrucker.

Wie der Tintenstrahldruck nach 100 Jahren des Versuchens endlich funktionierte

Inkjet klingt einfach. Das war es nicht. Es dauerte fast ein Jahrhundert, bis die Technologie von der Theorie zu einem käuflichen Produkt wurde.

  • 1867: William Thomson (Lord Kelvin) erhielt ein Patent für ein Gerät, das elektrostatische Technologie nutzte, um Telegraphennachrichten über Tintentröpfchen auf Papierband zu drucken.
  • 1951: Siemens brachte den ersten kontinuierlich arbeitenden Tintenstrahldrucker auf den Markt, hauptsächlich zum Kodieren von Krankenakten. Diese Technologie existiert auch heute noch für den industriellen Einsatz.

Der wirkliche Wandel für Verbraucher kam mit dem Drop-on-Demand -Tintenstrahldrucker. Anstatt ständig zu sprühen, gab der Drucker Tinte nur dann ab, wenn sie benötigt wurde. Canon und Hewlett-Packard haben dies unabhängig voneinander mithilfe von Wärme entwickelt. Die Herausforderung bestand nicht nur im Mechanismus; es war die Tinte. Die Forscher mussten Tinten formulieren, die Hitze standhalten, auf Papier haften und schnell trocknen.

Drei große Player brachten 1984 und 1985 ihre ersten Verbrauchermodelle auf den Markt:

  1. Hewlett-Packard (1984): veröffentlichte den ThinkJet. Es verwendete Einweg-Tintenpatronen und entfernte sich damit von der Ära der seriellen Punktmatrix.
  2. Epson (1984): veröffentlichte den SQ-2000 (in Japan als IP-130K bekannt). Dieses Modell verwendete piezoelektrische Technologie und keine Hitze, um Tinte aus der Düse zu drücken.
  3. Canon (1985): veröffentlichte den BJ-80, der mit der „Bubble Jet“-Technologie vermarktet wurde.

Alle drei waren einfarbig. Sie haben in einem Schwarzton gedruckt.

Warum Laserdrucker in den 1980er Jahren den Tintenstrahl besiegten

Wenn Tintenstrahl die Zukunft war, waren Laserdrucker die Gegenwart. Ihre Wurzeln gehen auf die Elektrofotografie (oder Xerographie) zurück, die 1938 von Chester Carlson erfunden wurde. Im Gegensatz zum Tintenstrahl, der Flüssigkeiten verwendet, verwendet der Laserdruck Licht, statische Ladung und pulverförmigen Toner.

Die Zeitleiste:
* 1959: Der Kopierer Xerox 914 nutzte diese Technologie.
* 1975: IBM brachte den ersten Laserdrucker auf den Markt, der für seine Großrechner entwickelt wurde.
* 1984: Hewlett-Packard brachte den LaserJet heraus und brachte die Technologie auf den Desktop.

Warum hat Laser ursprünglich gewonnen? Auflösung. Frühe Laserdrucker erzeugten viel schärferen Text als frühe Tintenstrahldrucker. Sie verkauften sich besser, weil sie professioneller aussahen.

Wohin die anderen Druckertypen gingen

Während Tintenstrahl und Laser dominierten, überlebten andere Technologien in Nischenmärkten:

  • Thermotransfer: Verwendet Heizstifte, um eine feste, wachsartige Tinte auf Papier zu schmelzen.
  • Farbstoffsublimation: Erhitzt Tinte auf einer Filmrolle, bis sie in ein Gas übergeht und auf ein anderes Material übertragen wird.
  • Direktthermisch: Brennt Punkte auf spezielles wärmeempfindliches Papier. Keine Tinte erforderlich.
  • Dot-Matrix/Daisy-Wheel: Wird immer noch in bestimmten Branchen zum Drucken von Schecks und Rechnungen verwendet, wo Haltbarkeit und Kosten wichtiger sind als Ästhetik.

Wie Inkjet den Markt eroberte

Mitte der 1990er Jahre wendete sich das Blatt. Farbtintenpatronen sind eingetroffen. Die Kosten sind gesunken. Auflösung verbessert. Die Möglichkeit, lebendige Farben auf billigem Papier zu drucken, verschaffte Tintenstrahldruckern einen enormen Vorteil gegenüber Laserdruckern und den älteren Impact-Druckern.

Bis 2014 machten Canon, Epson und Hewlett-Packard immer noch etwa 90 % des weltweiten Inkjet-Umsatzes aus. Sie waren jedoch nicht allein. Brother und Samsung betraten den Bereich, während Lexmark und Kodak 2012 den Verkauf von Druckern einstellten.

Die Dominanz dieser drei Giganten ist ein Beweis dafür, wie schnell sie die Probleme von 1984 gelöst haben. Aber die Frage bleibt: Hat der Desktop-Tintenstrahldrucker noch eine Zukunft, wenn der Laserdruck immer günstiger wird und Smartphones immer weniger drucken? Oder ist es nur ein weiteres Relikt, das wir noch nicht aufgehört haben?