Waymo hat neue Fahrgeschäfte. Nennen Sie es den Ojai.

Es sieht weniger wie ein Jaguar aus, sondern eher wie… eine Schote. Eine sehr saubere, sehr ruhige Kapsel.

Laut Waymo von Google ist dies geräumiger. Barrierefrei. Es verspricht ein „Wohnzimmer auf Rädern“. Klingt nett, bis man über den Preis oder die Wartezeit nachdenkt, aber wir sind nicht hier, um die Wirtschaftlichkeit zu beurteilen, sondern nur die Technik.

Die Türen gleiten nach oben.

Aufzugsstil. Niedrige Stufen. Flacher Boden. Es gibt sogar einen direkt im Sitz integrierten Griff, mit dem Sie sich hochziehen können. Es erinnert einen an Zoox, den Konkurrenten mit diesen seltsamen kutschenähnlichen Boxen. Andere Stimmung, dasselbe Ziel. Machen Sie es den Leuten leicht, hineinzukommen. Besonders den Leuten, die normalerweise mit Autotüren zu kämpfen haben.

Innen? Drei große LED-Bildschirme.

Sie zeigen Ihre Route. Temperatur. Musik. Es ist Brailleschrift eingebettet. Die Kompatibilität mit Bildschirmleseprogrammen ist integriert. Blinde und sehbehinderte Fahrer scheinen diese Technologie zu mögen. In einem Artikel der New York Times wurde diese Affinität Anfang des Jahres erwähnt. Technologie, die den Schwachen hilft, ist nicht neu, aber so schön verpackt? Das ist das Verkaufsargument.

„Wohnzimmer auf Rädern.“

Es ist eingängig. Marketing liebt Metaphern.

Aber was treibt das Ding an? Waymo-Treibersoftware der sechsten Generation. Sie sagen, dass es besser mit Schnee zurechtkommt. Jedenfalls besser als vorher. Machen Sie sich keine großen Hoffnungen, wenn Sie in New York sind. Oder Boston.

Diese Autos kommen in Los Angeles auf den Markt. Phönix. San Francisco.

Städte mit gemäßigtem Klima. Orte, an denen Regen keine ständige existenzielle Bedrohung für den Algorithmus darstellt. Nach der ersten Freeride-Phase für ausgewählte Benutzer geht es weiter nach Denver, Vegas und San Diego. Ein langsames Kriechen nach außen.

Weil das Wetter hart ist.

Erinnern Sie sich, als Waymo in San Antonio den Stecker zog? Houston? Dallas? Atlanta? Einige Autos fuhren direkt in die Überschwemmungen. Kein gutes Aussehen. Es wirft Fragen auf. Sollten autonome Fahrzeuge bei Stürmen fahren? Wer bestimmt die Grenze zwischen „nachteilig“ und „inakzeptabel“?

Waymo glaubt, dass seine Daten laut genug sind, um die Probleme zu ignorieren.

Ihren neuesten Statistiken zufolge ist der Fahrer unter identischen Bedingungen in 92 % weniger schwere Unfälle verwickelt als Menschen. Dreizehnmal weniger Verletzungen oder Todesfälle.

Neunzehn Prozent sind eine große Marge. Oder doch?

Wir warten weiterhin darauf, dass der Roboter den ultimativen Fehler macht. Es ist noch nicht passiert. Zumindest nicht so, wie es die Schlagzeilen verlangen. Also rollen sie weiter. Auf wärmeres Wetter. Hin zu größeren Bildschirmen.

Wer bleibt zurück?