Taylor Swifts neuestes Musikvideo „Opalite“ wurde am Freitag veröffentlicht, ist aber weiterhin nicht auf YouTube verfügbar. Die Verzögerung ist nicht technisch bedingt; Es ist strategisch und wird durch einen wachsenden Konflikt zwischen YouTube und Billboard darüber verursacht, wie die Streaming-Zahlen berechnet werden. Das Video wird am Sonntag, dem 8. Februar, auf YouTube erscheinen, zwei Tage nach seinem Debüt an anderer Stelle.

Der Kern des Problems: Streaming-Gewichte

Der Streit dreht sich um das Gewichtungssystem von Billboard für Musikcharts. Im Dezember erhöhte Billboard den Wert, der kostenpflichtigen (abonnementbasierten) Streams im Vergleich zu werbefinanzierten Streams beigemessen wird. Das ist nicht neu; Das Unternehmen begann im Jahr 2018, kostenpflichtige Streams zu bevorzugen, aber die jüngste Änderung vergrößert die Kluft. Bisher zählte ein kostenpflichtiger Stream als ein Drittel eines werbefinanzierten Streams; jetzt ist es 1:2,5. Dies benachteiligt Plattformen wie YouTube, die stark auf werbefinanzierte Aufrufe angewiesen sind.

YouTube kritisierte die Änderung öffentlich, bezeichnete die Formel von Billboard als „veraltet“ und argumentierte, dass dadurch ein großer Teil der Fans, die den werbefinanzierten Dienst nutzen, zu Unrecht ausgeschlossen werde. Die Plattform hat angekündigt, dass sie ab dem 16. Januar 2026 die Bereitstellung von Streaming-Daten für Billboard vollständig einstellen wird.

Warum das für Künstler wichtig ist

Für Künstler wie Taylor Swift ist die frühe Platzierung in den Charts von entscheidender Bedeutung. Billboard -Ranglisten haben Einfluss auf die Hörspielpräsenz, die Auszeichnungsberechtigung und die allgemeine Sichtbarkeit. Durch die Verzögerung der YouTube-Veröffentlichung zielen Swift und ihr Team wahrscheinlich darauf ab, die anfängliche Wirkung auf die Charts auf Plattformen zu maximieren, die Streams günstiger gewichten.

YouTube verfügt über 125 Millionen zahlende Abonnenten (Premium und Musik), die Gesamtnutzerbasis wird jedoch auf 2,5 Milliarden geschätzt, von denen die überwiegende Mehrheit auf den kostenlosen, werbefinanzierten Dienst angewiesen ist. Dies bedeutet, dass die Zahlen von YouTube nach der neuen Billboard -Methode deutlich unterbewertet sein könnten.

„Jeder Stream sollte fair und gleichermaßen zählen … jeder Fan zählt“, antwortete YouTube auf die Gewichtungsänderung.

Die Situation verdeutlicht eine grundlegende Spannung in der modernen Musikindustrie: Wie kann man das Engagement genau messen, wenn der Konsum über so viele verschiedene Plattformen und Zahlungsmodelle erfolgt? Der Ausgang bleibt ungewiss, aber die Verzögerung von „Opalite“ ist ein klares Zeichen dafür, dass Künstler bereit sind, ihre Veröffentlichungsstrategien anzupassen, um sich in der sich entwickelnden Landschaft der Streaming-Charts zurechtzufinden.