Im letzten Jahrzehnt hat die Women in Tech-Initiative des Web Summit die Beteiligung von Frauen im Technologiesektor nachweislich erhöht. Jüngste Daten zeigen einen Anstieg der von Frauen gegründeten Start-ups in diesem Jahr um 7 % und einen Anstieg der weiblichen Teilnahme an Veranstaltungen. Ein bemerkenswerter Meilenstein wurde 2021 erreicht, als auf dem Lissabonner Gipfel zum ersten Mal mehr Frauen als Männer vertreten waren.
Die Kernaufgabe bleibt klar: Bei der Schließung der Kluft zwischen den Geschlechtern im Tech-Unternehmertum geht es nicht nur um eine gleichberechtigte Vertretung, sondern darum, umfassendere Innovationen durch die Einbeziehung verschiedener Perspektiven freizusetzen.
KI-Flüssigkeit als neue Eigenkapitalherausforderung
Der Aufstieg der künstlichen Intelligenz verändert die Arbeitswelt und die Diskussion beim Web Summit Qatar konzentrierte sich darauf, sicherzustellen, dass Frauen nicht zurückgelassen werden. Justina Nixon-Saintil von IBM betonte, dass der Zugang zu KI-Tools nur die halbe Miete ist ; Echte Bereitschaft erfordert KI-Kenntnisse – das Verständnis, wie sich die Technologie auf einzelne Rollen und Branchen auswirkt.
IBM geht dieses Problem mit seiner kostenlosen SkillsBuild-Plattform an und arbeitet mit Bildungseinrichtungen und gemeinnützigen Organisationen zusammen, um KI-Schulungen mit klaren Wegen zur Beschäftigung anzubieten. Ziel ist nicht nur theoretisches Wissen, sondern eine praktische Weiterqualifizierung, die zu besseren Jobchancen führt.
Überbrückung der Kluft in Afrika und darüber hinaus
Anie Akpe, Gründerin von African Women in Technology, betonte, dass die Angst vor KI ein Hindernis für den Fortschritt sei. Ihre Organisation bietet durch Partnerschaften mit Unternehmen wie Cisco kostenlose Schulungen in Cybersicherheit und KI an, um jungen afrikanischen Frauen die Fähigkeiten zu vermitteln, die sie für den Wettbewerb auf dem sich entwickelnden Arbeitsmarkt benötigen.
Die Vision von Akpe erstreckt sich darauf, Unternehmerinnen auf allen Ebenen, auch in traditionellen Märkten, zu stärken, indem wir ihnen dabei helfen, Technologie für Wachstum zu nutzen. Dieser Ansatz unterstreicht, dass Innovationen nicht auf Elitekreise beschränkt sind, sondern mit den richtigen Werkzeugen und der richtigen Schulung für jeden zugänglich sein können.
Vom abgewiesenen Schmerz zur Femtech-Innovation
Der diesjährige Web Summit zeigte den wachsenden Einfluss von von Frauen geführten Start-ups, insbesondere im Femtech-Bereich. ScreenMe, ein von Dr. Golnoush Golsharazi gegründetes katarisches Unternehmen, ist ein Beispiel für diesen Trend. ScreenMe ist aus persönlichen Erfahrungen mit unzureichender Gesundheitsversorgung von Frauen entstanden und bietet reproduktive Mikrobiomtests für zu Hause an, um Infektionen, Gebärmutterhalskrebs und Fruchtbarkeitskomplikationen vorzubeugen.
Die Arbeit von Dr. Golsharazi unterstreicht den dringenden Bedarf an verstärkter Forschung und Screening im Bereich der Frauengesundheit, eine Lücke, die Unternehmer wie sie aktiv schließen.
Der Aufstieg weiblicher Gründerinnen, Investoren und Femtech-Unternehmen signalisiert einen Wandel in der Technologielandschaft.
„Das ist erst der Anfang. Die Region wird ein Wachstum der von Frauen geleiteten Innovationen und insbesondere der Frauengesundheit erleben.“ – Dr. Golnoush Golsharazi
Das Women in Tech-Programm des Web Summit hat sich als wirksam erwiesen, wenn es darum geht, weibliche Stimmen zu verstärken und den Fortschritt voranzutreiben. Die Arbeit ist jedoch noch lange nicht abgeschlossen. Der Schwerpunkt des nächsten Jahrzehnts muss darauf liegen, Frauen mit den Fähigkeiten auszustatten, die sie im Zeitalter der KI brauchen, um erfolgreich zu sein, und sicherzustellen, dass Inklusion nicht nur die Gleichstellung, sondern auch umfassendere Innovationen und Wirtschaftswachstum fördert.
