Internen Diskussionen und aktuellen Berichten zufolge untersucht OpenAI erneut Werbung in seinem beliebten ChatGPT-Chatbot. Das von CEO Fidji Simo geleitete Unternehmen bereitet sich darauf vor, gesponserte Inhalte bereits im nächsten Jahr zu testen, wobei erste Tests für Modelle nur für Mitarbeiter geplant sind. Dieser Schritt erfolgte, nachdem frühere Werbemaßnahmen auf Gegenreaktionen von Nutzern gestoßen waren, die KI-generierte Vorschläge als nicht veröffentlichte Werbeaktionen gekennzeichnet hatten.
Kommerzielle Gründung bereits im Gange
OpenAI fängt nicht bei Null an. Das Unternehmen hat bereits den Grundstein für eine kommerzielle Zukunft in ChatGPT gelegt, indem es Partnerschaften mit großen Einzelhändlern wie Walmart, Instacart, Target und Shopify geschlossen hat. Diese Kooperationen legen eine Strategie nahe, Produktempfehlungen und Angebote direkt in Benutzergespräche zu integrieren. Trotz früherer Ablehnung eines monetären Werbemodells bleibt der Druck, eine stabile Finanzierung für die ressourcenintensiven Operationen von OpenAI sicherzustellen, hoch.
Benutzervertrauen auf dem Spiel
Die Herausforderung besteht darin, Anzeigen so zu präsentieren, dass die Nutzer nicht abgeschreckt werden. Der Sprecher von OpenAI erkannte die Bedeutung der Wahrung des Vertrauens an und erklärte, dass jeder Werbeansatz darauf ausgerichtet sei, diese Beziehung zu respektieren. Das Unternehmen hat jedoch mit Anzeigenlayout-Mockups und Offenlegungstexten experimentiert, um negative Reaktionen zu minimieren. Ziel ist es, „eine neue Art digitaler Werbung“ zu schaffen, die weniger aufdringlich wirkt und besser in das Gesprächserlebnis integriert ist.
Frühere Rückschläge und sich ändernde Prioritäten
Pläne für Werbung in ChatGPT wurden Ende 2023 unterbrochen, als OpenAI in eine „Code Red“-Situation geriet und seine Roadmap neu priorisierte, einschließlich der Verzögerung der Veröffentlichung eines personalisierten Assistentenmodells namens Pulse. Trotz dieses Rückschlags hat das Unternehmen die Idee nicht aufgegeben, da es erkannt hat, dass Anzeigen eine nachhaltige Einnahmequelle darstellen und die große Menge an gesammelten Benutzerdaten nutzen könnten.
Die Wiederbelebung der Werbepläne unterstreicht den anhaltenden Kampf von OpenAI, Innovation mit finanzieller Rentabilität in Einklang zu bringen. Das Unternehmen steht unter dem Druck, seine Technologie zu monetarisieren und gleichzeitig die Bedenken der Benutzer hinsichtlich Datenschutz, Transparenz und Integrität von KI-generierten Inhalten auszuräumen. Bei schlechter Umsetzung könnten Anzeigen Nutzer zu Konkurrenten wie Google führen, die bereits Werbung in ihre eigenen Chatbot-Plattformen integrieren.
