Der Aufstieg von Online-Marktplätzen wie eBay, Etsy und Facebook Marketplace hat den Verkauf von Waren einfacher denn je gemacht, bedeutet aber auch, dass mehr Menschen mit neuen Steuerpflichten konfrontiert werden. Die IRS-Regeln für Online-Zahlungen haben sich weiterentwickelt, und viele Verkäufer sind sich nicht sicher, was sie melden müssen – und ob sie überhaupt Meldungen machen sollten. Das Verständnis dieser Regeln ist von entscheidender Bedeutung, da eine Nichtbeachtung zu Strafen führen kann.
Wie der IRS Online-Verkäufe verfolgt
Das IRS verwendet Formular 1099-K, um Zahlungen zu verfolgen, die Sie über Netzwerke Dritter erhalten. Für das Steuerjahr 2025 erhalten Sie dieses Formular, wenn Ihr Umsatz 20.000 $ übersteigt und Sie mehr als 200 Transaktionen haben. Die wichtigste Erkenntnis ist jedoch Folgendes: Auch wenn Sie kein 1099-K erhalten, ist Ihr Online-Einkommen möglicherweise dennoch steuerpflichtig. Das IRS erwartet von Ihnen, dass Sie alle Gewinne melden, unabhängig davon, ob ein Formular ausgestellt wird.
Dies ist wichtig, da der bisherige untere Schwellenwert (600 US-Dollar) vom IRS ausgesetzt wurde, aber das bedeutet nicht, dass Sie davon ausgenommen sind. Das IRS überwacht weiterhin digitale Transaktionen, und das Ignorieren von Einnahmen kann zu Prüfungen und Geldstrafen führen.
Drei Arten von Online-Verkäufern: Wie sich die Berichterstattung unterscheidet
Die Art und Weise, wie Sie Online-Verkäufe melden, hängt davon ab, ob Sie gelegentlich persönliche Gegenstände weiterverkaufen, ein Hobbygeschäft betreiben oder einen vollwertigen Online-Shop betreiben.
- Weiterverkauf persönlicher Gegenstände: Wenn Sie etwas für weniger verkaufen, als Sie ursprünglich bezahlt haben, gibt es keinen steuerpflichtigen Gewinn. Wenn Sie beispielsweise ein gebrauchtes Sofa unter dem Kaufpreis verkaufen, werden keine Steuern erhoben. Wenn Sie jedoch über dem ursprünglichen Preis verkaufen, müssen Sie den Gewinn melden.
- Hobbyeinkommen: Gelegenheitsverkäufer, die nicht aktiv versuchen, ein Geschäft aufzubauen, müssen dennoch Einnahmen melden. Selbst seltene Verkäufe gelten als steuerpflichtiges Einkommen, wenn Sie einen Gewinn erzielen.
- Betreiben eines Online-Geschäfts: Wenn Sie regelmäßig verkaufen, um Geld zu verdienen, gelten Sie steuerlich als Unternehmen. Das bedeutet, dass Sie Anhang C zusammen mit Ihrer Steuererklärung einreichen und Steuern auf selbständige Erwerbstätigkeit zahlen müssen.
Die Unterscheidung ist von entscheidender Bedeutung, da das Geschäftseinkommen mehr Abzüge ermöglicht und möglicherweise Ihre Gesamtsteuerbelastung senkt.
Abzüge maximieren: Welche Ausgaben qualifizieren sich?
Online-Unternehmen können legitime Ausgaben abziehen, um das steuerpflichtige Einkommen zu reduzieren. Dazu gehören:
- Plattformgebühren: Von Marktplätzen erhobene Listungs-, Transaktions- und Provisionsgebühren.
- Versandkosten: Porto, Etiketten und Lieferservice.
- Verpackungsmaterialien: Kartons, Klebeband und Schutzmaterialien.
- Bestandskosten: Die Kosten für Artikel, die zum Weiterverkauf gekauft wurden.
- Heimbürokosten: Wenn Sie einen speziellen Raum in Ihrem Zuhause geschäftlich nutzen, können Sie einen Teil Ihrer Heimkosten abziehen.
Gelegenheitsverkäufer haben weniger Abzugsmöglichkeiten. Normalerweise können Sie den steuerpflichtigen Gewinn um Ihren ursprünglichen Kaufpreis (Kostenbasis) reduzieren, persönliche Verluste sind jedoch nicht abzugsfähig.
Navigieren in der Komplexität: Wo Sie Hilfe erhalten
Online-Verkaufssteuern können verwirrend sein, insbesondere wenn Einkünfte aus mehreren Quellen stammen. Wenn Sie sich über Meldepflichten oder aktuelle IRS-Änderungen nicht sicher sind, ist professionelle Beratung unerlässlich.
Unternehmen wie H&R Block bieten Tools und Dienstleistungen an, die Verkäufern bei der Bewältigung dieser Regeln helfen, einschließlich der Unterstützung mehrerer Formulare 1099-Ks und persönlicher Unterstützung durch Steuerexperten. Auch wenn Ihre Umsätze unter den Meldeschwellenwert fallen, können durch die Suche nach Klarheit kostspielige Fehler vermieden werden.
Das IRS erwartet, dass alle Einkünfte gemeldet werden, unabhängig davon, ob ein Formular 1099-K ausgestellt wird. Die Missachtung dieser Verpflichtung kann zu Strafen und Prüfungen führen.
Letztendlich stellen Sie sicher, dass Sie Ihren Steuerpflichten nachkommen und Komplikationen vermeiden, wenn Sie informiert bleiben und bei Bedarf fachkundige Hilfe in Anspruch nehmen.
