Instagram hat gerade eine neue App veröffentlicht. Oder Feature. Es heißt Instants. Sie senden unbearbeitete Fotos. Sie verschwinden. Nachdem Sie sie angeschaut haben. Oder vielleicht 24 Stunden.

Meta gab diesen Mittwoch bekannt. Es befindet sich im Instagram-Posteingang. Keine Filter erlaubt. Keine Bearbeitungswerkzeuge. Nur die rohe Aufnahme. Sie können es mit einer Bildunterschrift versehen, aber das Bild selbst? Bleibt wahr. Oder so wahr, wie Telefonkameras nur sein können.

Kommt Ihnen das bekannt vor?

Snapchat hat dies vor Jahren getan. BeReal hat es versucht. Instants ist nur der neueste Versuch, ein bereits gesättigtes Format zu kopieren. Fotos verschwinden. Normalerweise nach einem Blick. Manchmal dauern sie einen Tag. Für den Fall, dass Sie in Panik geraten, gibt es eine Schaltfläche zum Rückgängigmachen. Das ist gut. Denn Bedauern reist schnell.

Öffnen Sie Ihre DMs. Schauen Sie sich die untere rechte Ecke an. Sehen Sie diesen Kartenstapel? Dort lebt Instants. Sie entscheiden, wer sie bekommt. Nur enge Freunde. Oder gemeinsame Anhänger. Drücken Sie den weißen Knopf. Schicken. Das Foto landet wie eine digitale Postkarte im Posteingang. Dann ist es weg.

Warten. Sie möchten es wahrscheinlich speichern. Das wirst du nicht.

Sie können keinen Screenshot machen. Nicht direkt. Der Empfänger kann es nicht einrasten lassen. Der Absender? Sie erhalten ein privates Archiv. Nur sie können es sehen. Sie können ihre Story sogar erneut posten, wenn sie sich mutig genug fühlen.

Aber Privatsphäre? Seien wir ehrlich.

Screenshots sind nicht die einzige Möglichkeit, Quittungen aufzubewahren. Jemand wird ein anderes Telefon an den Bildschirm halten. Wir wissen, dass sie es tun werden. Es gibt Bildschirmrekorder. Entschlossenheit existiert. Augenblicke sind nicht kugelsicher. Nichts ist wirklich so.

Und hier ist der wahre Clou. Die Leute schicken Nacktbilder. Das tun sie immer. Sicherheitskontrollen? Instagram verspricht, dass sie vorhanden sind. Kindersicherung? Sie existieren auf dem Papier. Aber die menschliche Natur ist wilder als die Softwareregeln.

Plus. Meta hat letzte Woche die End-to-End-Verschlüsselung für Instagram-DMs gestoppt. Ihr „privater“ Chat ist also nicht einmal technisch gesehen privat. Der Boden ist Lava. Gehen Sie vorsichtig vor.

Wir haben Instagram um einen Kommentar gebeten. Ein Sprecher antwortete nicht.

Das sagt Ihnen alles. Die Funktion ist out. Die Fotos sind flüchtig. Die Screenshots? Passiert immer noch.

Bloß nicht blinzeln. Oder tun. Sie verschwinden trotzdem. 📸