Das Honor Magic 8 Pro, das Flaggschiff von Honor im Jahr 2026, verfügt über leistungsstarke Spezifikationen, darunter den neuesten Snapdragon 8 Elite Gen 5 und eine siebenjährige Software-Support-Verpflichtung. Doch trotz seines hohen Preises und der vielversprechenden Hardware bleibt das Gerät hinter den Erwartungen zurück, vor allem aufgrund der aggressiven und fehlerhaften Bildverarbeitung. Dieser Test untersucht die Stärken und Schwächen des Telefons und zeigt, warum es Schwierigkeiten hat, mit der Konkurrenz in seiner Preisklasse zu konkurrieren.

Kamera: Überbearbeitet und leistungsschwach

Die Kamera des Magic 8 Pro ist der größte Nachteil. Obwohl es mit einem leistungsstarken 50-Megapixel-Hauptobjektiv, einem 50-Megapixel-Ultraweitwinkelobjektiv und einem 200-Megapixel-Teleobjektiv ausgestattet ist, werden die resultierenden Bilder oft durch unnatürliche Schärfe, übermäßige Aufhellung und störende Artefakte beeinträchtigt. Erste Tests zeigten bei frühen Geräten violette Ränder, die in späteren Proben korrigiert wurden, aber das grundlegende Problem der Überverarbeitung bleibt bestehen.

Im Vergleich zu Konkurrenten wie dem iPhone 17 Pro wirken die Aufnahmen des Honor übermäßig bearbeitet. Schatten werden unnatürlich aufgehellt, Details wirken scharf und der Himmel wirkt künstlich aus dem Rest der Szene herausgeschnitten. Das Aufnehmen im RAW-Modus und die manuelle Bearbeitung liefern weitaus bessere Ergebnisse, was beweist, dass nicht die Hardware selbst das Problem ist, sondern die Software von Honor. Ähnlich leidet der Nachtmodus, da eine übermäßige Rauschunterdrückung und Schärfung ein unangenehmes, künstliches Aussehen erzeugt.

Leistung und Display: Wo das Telefon glänzt

Dank des Snapdragon 8 Elite Gen 5-Prozessors zeichnet sich das Telefon durch hervorragende Leistung aus. Die Benchmark-Werte gehören zu den höchsten, die es je gab, und die Nutzung in der Praxis ist flüssig und reaktionsschnell. Das Spielen ist selbst bei maximalen Einstellungen mühelos. Das 6,71-Zoll-Display ist hell und lebendig, sodass es problemlos im Freien verwendet werden kann und beim Medienkonsum Spaß macht. Die Bildwiederholfrequenz von 120 Hz passt sich dynamisch an 1 Hz an und sorgt so für ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Laufruhe und Akkueffizienz.

Software- und KI-Funktionen: Gemischte Mischung

Auf dem Magic 8 Pro läuft Android 16 mit Honors Magic OS 10-Overlay. Die Benutzeroberfläche ähnelt der von Standard-Android, enthält jedoch KI-gestützte Tools. Dazu gehören ein AI Photos Agent für generative Bearbeitung und ein AI Settings Agent für sprachaktivierte Funktionen. Viele dieser Ergänzungen wirken jedoch überflüssig oder schlecht ausgeführt, beispielsweise die Bildfilter im Cartoon-Stil, die fragwürdige Ergebnisse liefern. Die Einbeziehung der Gemini-KI-Tools von Google ist willkommen, unterscheidet dieses Telefon jedoch nicht von anderen.

Akkulaufzeit und Aufladung: Bestenfalls durchschnittlich

Der 6.270-mAh-Akku liefert eine durchschnittliche Leistung, vergleichbar mit dem Galaxy S25 oder Pixel 10, bleibt aber hinter Konkurrenten wie dem iPhone 17 Pro Max oder OnePlus 15 zurück. Das kabelgebundene Laden mit 100 W ist schnell, erfordert aber ein kompatibles Ladegerät. Drahtloses Laden ist mit 80 W möglich, aber um diese Geschwindigkeiten zu erreichen, ist proprietäres Zubehör erforderlich.

Urteil: Eine verpasste Chance

Das Honor Magic 8 Pro ist ein frustrierendes Gerät. Die Hardware ist leistungsfähig, allerdings macht die aggressive Bildverarbeitung ansonsten gute Fotos zunichte. Der großzügige Software-Support und der leistungsstarke Prozessor sind positiv, aber die Mängel der Kamera machen es angesichts des hohen Preises schwierig, sie zu empfehlen. Für ein Flaggschiff, das über 1.000 £ kostet, erwarten Verbraucher mehr. Das Oppo Find X9 Pro oder OnePlus 15 bieten ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Letztendlich fühlt sich das Honor Magic 8 Pro wie eine verpasste Chance an. Das Telefon hat das Potenzial, großartig zu sein, aber seine softwarebedingten Mängel hindern es daran, effektiv auf dem Premium-Smartphone-Markt zu konkurrieren.