Google hat sein viel diskutiertes KI-Bildbearbeitungstool mit dem Spitznamen „Nano Banana“ (ehemals Gemini 2.5 Flash Image) allen Gemini-Nutzern zur Verfügung gestellt. Das Tool, das eine detaillierte Bearbeitung vorhandener Fotos ermöglicht, ist jetzt über die Gemini-App, AI Studio und Entwicklerplattformen wie Vertex AI und die Gemini API zugänglich.
Schnelle Akzeptanz und Fähigkeiten
Die Veröffentlichung folgt auf eine Zeit erheblichen Nutzerengagements: Google meldet, dass in den ersten Wochen über 5 Milliarden KI-Bilder erstellt und über 10 Millionen neue Gemini-Nutzer auf die Beliebtheit des Tools zurückgeführt wurden. Im Gegensatz zu vielen KI-Bildgeneratoren, die von Grund auf neu erstellen, zeichnet sich „Nano Banana“ dadurch aus, dass es vorhandene Bilder verfeinert und Elemente mit überraschender Genauigkeit hinzufügt oder ändert.
Erste Tests zeigen, dass das Modell besonders gut darin ist, sowohl positive als auch negative Aufforderungen zu verstehen – was bedeutet, dass es Anweisungen genau befolgen kann, was geändert werden soll und was nicht. Es hat auch die Fähigkeit zur präzisen Textintegration in Bildern unter Beweis gestellt, sofern Eingabeaufforderungen bestimmte Schriftarten und -farben enthalten.
So greifen Sie auf Nano Banana zu
Benutzer können auf verschiedene Arten auf das Tool zugreifen:
- Gemini-App: Direkt in der Gemini-App, nach der allgemeinen Veröffentlichung im Oktober.
- AI Studio: Durch Auswahl von 2.5 Flash Image als Modell in Googles AI Studio.
- Adobe-Integration: Verfügbar als Drittanbietermodell in Adobe Photoshop (Generative Fill), Adobe Express und Firefly.
Für jede Nutzung gelten die Datenschutzbestimmungen von Google: Hochgeladene Bilder können zur KI-Verbesserung verwendet werden, daher sollten Nutzer die Weitergabe vertraulicher Inhalte vermeiden. Bearbeitete Fotos sind nicht mit einem Wasserzeichen versehen, sodass die Transparenz hinsichtlich der KI-Nutzung in der Verantwortung des Benutzers liegt.
Tipps für den effektiven Einsatz
Um die Ergebnisse zu maximieren, sollten Benutzer die folgenden Richtlinien befolgen:
- Seien Sie genau: Detaillierte Eingabeaufforderungen führen zu besseren Ergebnissen. Berücksichtigen Sie Farbpaletten, Stile und gewünschte Ästhetik.
- Negative angeben: Sagen Sie der KI, was sie nicht ändern soll. „Nano-Banane“ geht besser mit negativen Aufforderungen um als viele Konkurrenten.
- Präzise Textanweisungen: Geben Sie beim Hinzufügen von Text genaue Wortlaut-, Stil- und Farbdetails an.
Über einfache Bearbeitungen hinaus kann das Tool Variationen bestehender Bilder generieren (z. B. verschiedene Frisuren in einem Porträt) und als KI-gestützter Radiergummi für Hintergrundablenkungen fungieren. Der Chatbot von Gemini kann auch beim Brainstorming von Ideen und der Verfeinerung von Eingabeaufforderungen helfen, wenn Benutzer nicht weiterkommen.
Dies ist für Google ein bedeutender Fortschritt im KI-Wettbewerb. Der Fokus auf die Bearbeitung bestehender Fotos statt auf die bloße Generierung neuer Fotos ist ein erfrischender Ansatz, der bei vielen Benutzern Anklang findet.
Die weit verbreitete Verfügbarkeit der „Nano-Banane“ unterstreicht das Engagement von Google, KI in alltägliche Tools zu integrieren und so die erweiterte Bildbearbeitung einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.
























