Nach einem Jahr des Experimentierens mit einer neuen Produktpalette bringt Dell den ikonischen XPS-Namen für seine Premium-Laptops zurück. Der Schritt signalisiert einen großen Strategiewechsel, nachdem das Feedback der Verbraucher den Versuch des Unternehmens, die Marke unter einem generischen „Dell“-Label für Mainstream-Modelle und „Premium“ für High-End-Geräte zu rationalisieren, weitgehend ablehnte.

Die Gegenreaktion gegen „Premium“

Bei der Überarbeitung auf der CES im letzten Jahr wurden die XPS- und Inspiron-Reihen zugunsten eines vereinfachten Benennungssystems eingestellt. Allerdings stießen die Modelle Dell 14 Premium und 16 Premium, die sie ersetzten, auf Kritik wegen ihres übermäßigen Gewichts und umstrittenen Designentscheidungen, insbesondere der berührungsempfindlichen Funktionszeile und der gitterlosen Tastatur. Während sich einige Benutzer an die Tastatur und das Touchpad gewöhnten, war die schwerere Bauweise – das Dell 16 Premium wog mehr als 5 Pfund – ein großes Problem.

Dieser Wandel verärgerte viele treue XPS-Kunden, die das Gleichgewicht zwischen Portabilität, Leistung und Design der Produktreihe schätzten. Auch das Fehlen einer taktilen Rückmeldung der berührungsempfindlichen Tasten erwies sich als unbeliebt, ebenso wie das Fehlen klarer Grenzen auf dem Touchpad.

Die XPS-Rückkehr: Leichter, schneller und raffinierter

Mit der Veröffentlichung des XPS 14 und XPS 16 auf der CES 2026 korrigiert Dell nun seinen Kurs. Bei den neuen Modellen steht die Gewichtsreduzierung im Vordergrund, wobei das XPS 14 nur 3 Pfund wiegt – deutlich leichter als das 3,8 Pfund schwere Dell 14 Premium, das es ersetzt. Das XPS 16 wiegt entweder 3,65 oder 3,75 Pfund, eine erhebliche Verbesserung gegenüber dem Vorgängermodell mit mehr als 5 Pfund.

Die aktualisierten XPS-Laptops behalten die gitterlose Tastatur bei, verfügen jedoch jetzt über eingeätzte Linien auf beiden Seiten des Touchpads, um die Benutzerfreundlichkeit zu verbessern. Zu den Anzeigeoptionen gehört die Technologie der variablen Bildwiederholfrequenz (VRR), die zwischen 1 Hz und 120 Hz auf dem 2K-IPS-LCD und 20 Hz bis 120 Hz auf den 2,8K- und 3,2K-OLED-Bildschirmen reicht. Dell behauptet, das IPS-LCD sei das erste Laptop-Display mit dieser Funktion.

Leistung und Akkulaufzeit

Die neuen XPS-Modelle werden von Intels neuesten Core-Ultra-Prozessoren der Serie 3 angetrieben, bis hin zum Core Ultra 9 388H. Es sind jedoch keine separaten Grafik-Upgrades verfügbar; Benutzer werden sich auf die integrierte Intel Arc-Grafik verlassen, die laut Dell eine bis zu 50 % schnellere Leistung als frühere Iterationen bietet.

Auch die Akkulaufzeit steht im Mittelpunkt: Dell gibt mit dem 2K-IPS-Display bis zu 27 Stunden Video-Streaming und 43 Stunden lokale Wiedergabe an. Die Laptops verfügen über eine neue 900ED-Akkutechnologie, die darauf ausgelegt ist, mehr Strom in einem kleineren Paket zu speichern. Dell behauptet außerdem, dass das XPS 14 kleiner als das 13-Zoll-MacBook Air und das XPS 16 das kleinste 16-Zoll-Notebook der Welt sei.

Reparierbarkeit und Preisgestaltung

Dell hat der Reparaturfreundlichkeit Priorität eingeräumt, indem es die Tastaturen abnehmbar und die USB-Anschlüsse modular gestaltet hat, um Upgrades zu erleichtern. Das XPS 14 startet bei 2.050 US-Dollar, während das XPS 16 bei 2.200 US-Dollar beginnt. Die Veröffentlichung günstigerer Konfigurationen ist für Februar geplant. Später in diesem Jahr ist auch ein XPS 13 geplant, das noch mehr Portabilität und Erschwinglichkeit verspricht.

Die Rückkehr der XPS-Reihe zeigt die Bereitschaft von Dell, sich an die Vorlieben der Verbraucher anzupassen. Der anfängliche Fehltritt des Unternehmens bei der Umbenennung dient als Erinnerung daran, dass etablierte Markenbekanntheit und Benutzererfahrung im wettbewerbsintensiven Laptop-Markt weiterhin von entscheidender Bedeutung sind.