Dassault Systèmes, ein führendes französisches multinationales Softwareunternehmen, läutet mit der Einführung KI-gestützter virtueller Begleiter eine neue Ära im Industriedesign und in der Fertigung ein. Diese Tools zielen darauf ab, Prozesse zu rationalisieren, Innovationen zu beschleunigen und die Lücke zwischen virtuellen und realen Abläufen zu schließen.
Generative KI für mehr Effizienz
Das Unternehmen hat virtuelle Assistenten namens Marie, Leo und Dominic entwickelt, die jeweils für spezielle Aufgaben konzipiert sind. Marie konzentriert sich auf die Beantwortung wissenschaftlicher Anfragen, Leo befasst sich mit technischen Fragen und Dominic stellt Echtzeitinformationen bereit, die für Veranstaltungen wie den Mobile World Congress relevant sind. Laut Florence Verzelen, Executive Vice President bei Dassault Systèmes, werden diese Begleiter „den Menschen, die beim Kunden arbeiten, Superkräfte verleihen“, sodass sie Herausforderungen schneller lösen können.
Virtuelle Zwillinge: Der Kern der Innovation
Im Mittelpunkt der Strategie von Dassault Systèmes stehen virtuelle Zwillinge : digitale Nachbildungen physischer Produkte und Prozesse. Dieser Ansatz ermöglicht es Unternehmen wie Automobilherstellern, Designs, technische Lösungen und Fertigungspläne vor der physischen Produktion in einer simulierten Umgebung zu testen. Ziel ist es, Designs hinsichtlich Leistung, Nachhaltigkeit (Reduzierung von CO₂-Emissionen) und Effizienz zu optimieren – und das alles, bevor eine einzige physische Komponente erstellt wird.
Virtuelle und reale Welten verbinden
Die Integration virtueller Zwillinge mit generativer KI (Gen AI) ermöglicht es Unternehmen, sich schnell an regulatorische Änderungen anzupassen, Forschung und Entwicklung zu beschleunigen und neue Materialien schneller zu entdecken. Durch die Optimierung von Herstellungsprozessen in der virtuellen Welt kann die Produktion in der realen Welt schneller und nachhaltiger werden. Diese Synergie zwischen der virtuellen und der realen Welt erleichtert den Austausch von Daten und Erkenntnissen und beschleunigt den Fortschritt in der realen Welt.
Bedenken hinsichtlich der Branchenakzeptanz
Trotz der potenziellen Vorteile äußerte Verzelen die Sorge, dass einige Unternehmen diese Technologie möglicherweise nur langsam einführen und möglicherweise hinter die Konkurrenz zurückfallen. Die Branche muss entschlossen handeln, um die volle Leistungsfähigkeit dieser KI-gesteuerten Tools zu nutzen.
Die Branche steht an der Schwelle einer Transformation, bei der virtuelle Welten Innovationen in der realen Welt vorantreiben können. Allerdings ist eine schnelle Einführung von entscheidender Bedeutung, um nicht ins Hintertreffen zu geraten.
Durch die Verknüpfung virtueller und realer Welten verspricht der Ansatz von Dassault Systèmes, industrielle Effizienz, Nachhaltigkeit und bahnbrechende Innovationen neu zu definieren.
