Aetherflux, das ehrgeizige weltraumgestützte Solarenergie-Startup, das von Robinhood-Mitbegründer Baiju Bhatt gegründet wurde, ist bereit, in einer Finanzierungsrunde der Serie B 250 bis 350 Millionen US-Dollar aufzubringen, wodurch das Unternehmen einen Wert von 2 Milliarden US-Dollar erhält. Laut The Wall Street Journal wird der Deal Berichten zufolge von Index Ventures geleitet.
Von der erdgebundenen Energie zur weltraumeigenen Rechenleistung
Aetherflux hatte ursprünglich das Ziel, im Orbit gewonnene Sonnenenergie über Laser zur Erde zurückzustrahlen. Allerdings hat das Unternehmen seinen Fokus dramatisch auf die Unterstützung von KI und Rechenzentren direkt im Weltraum verlagert. Dieser strategische Schritt ist eine Reaktion auf die wachsende Nachfrage nach verteilten Computerarchitekturen von Unternehmen wie SpaceX, Blue Origin und Starcloud, die alle darum kämpfen, Infrastrukturen außerhalb der Atmosphäre aufzubauen.
„Wir haben erkannt, dass die wirtschaftlichen Gründe dafür sprechen, KI im Weltraum anzutreiben, anstatt Energie zur Erde zu übertragen“, erklärte Bhatt kürzlich in einem TechCrunch-Interview. Dieser Dreh- und Angelpunkt stellt eine deutliche Abweichung von der ursprünglichen Vision dar, unterstreicht jedoch die Anpassungsfähigkeit von Aetherflux an die sich entwickelnde Weltraumtechnologielandschaft.
Zeitleiste und Zukunftspläne
Das Unternehmen, das seit seiner Gründung im Jahr 2024 bereits rund 80 Millionen US-Dollar eingesammelt hat, plant, die Laserenergieübertragungstechnologie in einem Apex Space-Satellitenbus weiter zu verfeinern. Sein Hauptaugenmerk liegt nun jedoch auf dem Bau eines dedizierten Rechenzentrumssatelliten, dessen Start für 2027 geplant ist.
Die größte Herausforderung für Aetherflux besteht darin, wirtschaftliche Parität mit terrestrischen Rechenzentren zu erreichen. Im Erfolgsfall wäre dies ein großer Durchbruch im weltraumgestützten Computing und würde neue Möglichkeiten für die KI-Entwicklung und andere rechenintensive Anwendungen eröffnen.
Dieser Dreh- und Angelpunkt unterstreicht die wachsende Anerkennung des Weltraums als praktikabler, sogar überlegener Standort für bestimmte Arten von Computerinfrastruktur. Der Wettlauf um die Etablierung einer Präsenz im Weltraum für die Datenverarbeitung nimmt immer mehr Fahrt auf, und Aetherflux scheint entschlossen zu sein, die Führung zu übernehmen.

























